Mission

Die Crux - Kapitel 5 (Handy)

VERSTÄNDNIS

WAS MUSS ICH ÜBER DIESE PASSAGE WISSEN?

Lest Johannes 14:1–17

 

Das Gesamtbild

Jesus enthüllt seine Identität als den Weg, die Wahrheit und das Leben. Er und der Vater sind eins. Mit diesen Aussagen muss der Leser eine Entscheidung über Jesus treffen.

Wer ist Jesus? Die meisten wissen über Ihn Bescheid, aber nicht jeder nimmt sich die Zeit, um näher zu untersuchen, wer Er zu sein behauptet. In Johannes 14:1-17 macht Jesus mutige Aussagen über Seine Identität. Wir haben auch das Privileg, die Reaktion Seiner Jünger auf Seine Lehre zu erfahren. Wenn wir uns in die Lage der Jünger versetzen, hilft es uns unsere eigenen Gedanken und Reaktionen auf Jesus Identität zu entdecken.

 

Kontext

Beim Abschiedsmahl in Johannes 13 sagt Jesus zu seinen Jünger, dass Er nicht mehr lange unter ihnen sein wird. Verwirrt und besorgt drängen die Jünger Jesus mit mehr Fragen. Sie möchten mit Ihm für immer sein und doch sagt Jesus zu ihnen, dass es nicht möglich ist. Dies entfacht das Gespräch, wer Jesus ist und warum Er sie verlassen wird.

 

Identität (Johannes 14:1-11)

Jesus sagt zu den Jüngern, dass sie Ihm nicht folgen können. Wenn Er geht, wird Er einen Platz für sie vorbereiten (Joh 14:3). Thomas, der mit Seiner Antwort nicht zufrieden ist, möchten wissen, wie sie Jesus zum Haus Seines Vaters folgen können.

Seit eh und je sehnt sich die Menschheit nach etwas, das über diese Welt hinausgeht. Es scheint als, ob wir für etwas mehr als nur dieses Leben geschaffen worden wären. Thomas Frage widerspiegelt das Herz der Menschen. Die meisten Menschen hinterfragen nicht, dass es etwas gibt, das über diese Welt hinausgeht. Sie fragen nur, wie sie dorthin gelangen können.

Die Menschheit hat seit Jahrhunderten Religionen und Philosophien aufgestellt, die einen Weg suchen, das Jenseits zu erreichen. Daher ist die Antwort Jesu erschütternd: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ Heutzutage wäre niemand beleidigt, wenn Jesus behaupten würde, dass Er ein Weg oder eine Wahrheit ist. Doch Jesus hebt sich hervor, als den einzigen Weg, um in den Himmel zu gelangen. Diese Aussage wird Fragen über die ewige Rettung der Nichtchristen aufwerfen oder die Rettung von jenen, die noch nie von Jesus Christus gehört haben. Die Katholische Kirche hat wunderbare Antworten auf diese Fragen. Für mehr Information darüber, lies dir den Artikel „Comparative Religions: The Uniqueness of Christianity“ vom Peter Kreeft durch. Insbesondere sind die Punkte 10, 11 und 12 in dessen Anhang von Bedeutung.

In der Passage (Joh 14:8-11) offenbart Jesus auch, dass Er und der Vater eins sind. Mit dieser Aussage stellt sich Jesus selbst Gott gleich. Wiederum hätten die meisten Menschen nichts dagegen, Jesus als einen wohlwollenden Lehrer anzuerkennen, aber die Aussagen Jesus über seine Gottheit gehen viel weiter.

 

Entscheidungen

Die Identität Jesus zwingt uns zu einer Entscheidung: Wenn Er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, wo stehen wir dann, wenn wir Ihn nicht annehmen? Wir wären in einer falschen Realität verloren, die uns leblos zurücklässt. Es ist entscheidend, dass dies deine Gruppe erkennt. Wenn sie ihr Leben Jesus Christus noch nicht anvertraut haben, müssen sie eine persönliche Entscheidung treffen.

Wenn sie sich Jesus bereits gewidmet haben, wie leben sie dies aus? Die Aussagen Jesu sollte sie begeistern und ermutigen, das Leben Christi anderen mitzuteilen, die noch nicht über Ihn gehört haben.

Du kannst deiner Gruppe helfen zu verstehen, was die Aussagen Jesu implizieren, indem du mit ihnen „das Trilemma“ (kein Dilemma mit zwei Varianten, sondern mit drei) betrachtest. Eine schnelle und einfache Erklärung über das Trilemma findest du auf den Seiten 22 bis 23 (auch im Anhang) in dem Buch „Made for More“ von Curtis Martin, den Gründer und Vorsitzenden von FOCUS.

 

Anwendung auf Jesus

Jesus ist mehr als nur ein wohlwollender Lehrer oder ein Moralphilosoph. Er ist Gott in Menschengestalt und der einzige Weg in den Himmel.

 

Persönliche Beziehung

Das Gespräch zwischen den Jünger und Jesu zeigt, dass die Jünger nicht verstehen, wer Jesus wirklich ist. Jesus bringt es auf den Punkt, als Philippus ihn fragt und Jesus antwortet: „Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus?“. Dies trifft auf viele Christen heutzutage zu. Sie sind „bei Jesus“ schon so lange – vielleicht seit ihrer Kindertaufe- und kennen Jesus noch nicht.

Schließlich gibt es eine Situation dazwischen… wo ganze Gruppen von Getauften den lebendigen Sinn des Glaubens verloren haben oder sich gar nicht mehr als Mitglieder der Kirche erkennen, da sie sich in ihrem Leben von Christus und vom Evangelium entfernt haben. In diesem Fall braucht es eine >>neue Evangelisierung<< oder eine >>Wieder-Evangelisierung<<. (Johannes Paul II, Redemptoris Missio, Über die fortdauernde Gültigkeit des missionarischen Auftrages, 33)

Die Frage lautet: Wie schaffen wir es, diese Menschen wieder zu evangelisieren? Johannes Paul wendet sich an die Kirche in den Vereinigten Staaten und sagt: „Deswegen ist es notwendig, dass die Gläubigen von ihrer Glaubensroutine, die sie vielleicht auch nur dank ihres Umfeldes bewahrt haben, zu einem bewussten und persönlich gelebten Glauben übergehen.“ (Johannes Paul II; Ecclessia in America, 73). Wir müssen den Gläubigen zeigen, wie sie den Glauben in ihrem Leben persönlich einbauen können.

 

Die Wirkungen einer persönlichen Beziehung (Johannes 14:12-17)

Was sind die Wirkungen einer persönlichen Beziehung mit Jesus Christus? Wir werden in der Lage sein Jesus zu mögen und Seine Gebote zu folgen. Eine Beziehung mit Jesus zu führen begrenzt sich nicht auf einen geistigen Entschluss. Die Entscheidung sollte in unserem Leben Früchte tragen.

Angesichts der Sünde können sich manche Menschen nicht vorstellen, dass sie in der Lage sind, dies zu machen. Sie lehnen Jesus ab, nicht Seinetwegen, sondern aufgrund der Unangemessenheit ihres Lebens. Gedanken wie „es gibt keinen Weg für mich ein Christ zu sein… Mein Leben ist ein Durcheinander…. Ich werde nie gut genug sein.“

Jesus gibt diesen Menschen eine Antwort in Johannes 14:16-17: „Er [Gott] wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll … weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.“ Wir sind nicht allein und es gibt keinen Grund, um besorgt zu sein.

 

Anwendung auf unser Leben

Es ist möglich, über Jesus Bescheid zu wissen, ohne Ihn wirklich zu kennen. Wenn wir Jesus lieben, werden wir Ihn nachahmen und seine Gebote folgen durch die Kraft des Heiligen Geistes.

 

 

DISKUSSION

DISKUSSION LEITFADEN FÜR IHRE BIBELSTUDIUM

Johannes 14:1–17

 

ERÖFFNUNG

Hast du schon mal einen Freund oder ein Familienmitglied, den du zu kennen meintest, neu kennengelernt durch eine positive Erfahrung mit ihm?

 

HINTERGRUND

In der Passage von Johannes 14:1-17 bringt Jesus seine Identität wie fast nirgendwo in der Bibel auf den Punkt. Dabei macht Jesus eine klare Aussage, die eine Antwort des Lesers verlangt. Wer sagen wir, dass Er ist? Was bedeutet es für unser Leben?

 

PASSAGE

Lest Johannes 14:1-17 gemeinsam.

 

1. Warum sind die Jünger besorgt?

Antwort: In Johannes 13 sagt Jesus zu den Jüngern, dass Er sie verlassen werde und sie Ihm jetzt nicht folgen können. (Mit diesem Vers kannst du den Teilnehmern zeigen, wie wichtig es ist, Zusammenhänge zu berücksichtigen, wenn man die Bibel liest: Wenn man die Kapitel davor oder danach liest, kann man die Passage, die wir gerade behandeln, besser verstehen.)

 

2. Was sagt Jesus, um sie zu trösten?

Antwort: Jesus sagt zu den Jüngern, dass sie an Ihn glauben sollen, dass Er einen Platz im Haus des Vaters (im Himmel) für sie vorbereiten werde.

 

3. Philippus fragt: „Wie sollen wir den Weg kennen?“ Glaubst du, dass wir alle tief in unserem Herzen glauben, dass es mehr als diese Welt gibt?

Antwort: Da kannst du auf die Aussage vom Prinz Charles in Kapitel 1 von dieser Bibelstudie oder auf den zweiten Absatz von „Identität“ unter „Was muss ich über diese Passage wissen?“ hinweisen.

 

4. Wenn du eine Frage über das Jenseits dieser Welt stellen könntest, welche wäre es?

Erlaube deiner Gruppe zu diskutieren.

 

5. Wenn du die Antwort auf diese Frage kennen würdest, wie würde es dein Leben verändern?

Erlaube deiner Gruppe zu diskutieren.

 

6. Wenn es mehr als diese Welt gibt, was ist die Verzweigung von Jesus Antwort?

Antwort: Jesus sagt zu ihnen: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ Das bedeutet nicht, dass andere Religionen oder Spiritualitäten keine Wahrheiten beinhalten. Es bedeutet aber schon, dass Jesus Christus die einzige Wahrheit und der einzige Weg zur Rettung ist.

 

7. Wie unterscheidet sich Jesus durch Seine Antwort von anderen geistigen oder religiösen Führern in der Geschichte?

Antwort: Die meisten geistlichen Anführer behaupten ein Weg oder eine Wahrheit zu sein, aber nicht der einzige Weg oder die einzige Wahrheit.

 

8. Wenn Jesus die Wahrheit und das Leben ist, welche Auswirkungen hat es, wenn wir Jesus nicht folgen?

Antwort: Wenn wir an das, was Jesus sagt, glauben, Ihm aber nicht folgen, wären wir in einer falschen Realität verloren, die uns leblos zurücklässt.

 

9. Manche Menschen sagen, dass Jesus ein guter Lehrer, aber nicht wirklich Gott ist. Wie steht aber diese Idee dem gegenüber, was Jesus über sich und Seine Beziehung zu Gott sagt?

Antwort: Jesus sagt, dass Er und der Vater eins sind. Er behauptet Gott zu sein. Er sagt uns, dass Er mehr als nur ein wohlwollender Lehrer ist.

 

10. Wenn Jesus diese Aussagen macht, aber diese nicht wahr sind, wäre Jesus ein guter Lehrer? (Betrachtet gemeinsam das Trilemma. Die Information über das Trilemma findest du unter „Was muss ich über diese Passage wissen?“ und im Anhang)

Antwort: Ein guter Lehrer lügt nicht und stellt seine Identität nicht falsch dar. (Betrachte das Trilemma)

 

11. Jesus fragt Philippus: „Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus?“. Wie gibt es so was, dass wir jemanden bei uns haben und ihn nicht kennen?

Erlaube deiner Gruppe zu diskutieren.

 

12. Wenn jemand behauptet bei Jesus zu sein und Ihn aber nicht kennt, wie würde so ein Leben aussehen?

Erlaube deiner Gruppe zu diskutieren. Es ist möglich so zu tun, als ob man Jesus kennt, ohne mit Ihm eine Beziehung zu haben. Letztendlich ist diese Handlung aber leer und bedeutungslos.

 

13. Lies Lukas 6:46. Wie steht die Verbindung zwischen dem, was Jesus im Lukasevangelium und hier in der Passage von Johannes 14 sagt?

Antwort: Wir würden den Herrn rufen, ohne Ihm zu folgen.

 

14. Was glaubst du meint Jesus, wenn Er behauptet: „Alles um was ihr in meinen Namen bittet, werde ich tun“?

Erlaube deiner Gruppe zu diskutieren.

 

15. Was ist, wenn wir um etwas bitten, das böse oder gegen Gott ist?

Antwort: Gott würde es nicht erfüllen. Er würde nicht direkt böse Dinge verursachen. Ihm um etwas in Jesu Namen zu bitten impliziert, dass die Handlung mit Seinem Willen Hand in Hand geht. Eine Bitte kann auch edel sein und doch nicht mit seinem Willem im Einklang stehen.

 

16. Was verspricht Jesus zu denen, die Ihn lieben und Seine Gebote halten?

Antwort: Er wird beten und ihnen einen anderen Beistand geben: den Heiligen Geist (Joh 14:16).

 

17. Wenn das, was Jesus sagt, wahr wäre, wie würde es die Art, wie wir unser Leben führen verändern?

Erlaube deiner Gruppe zu diskutieren.