Mission

Die Crux - Kapitel 2 (Handy)

VERSTÄNDNIS

WAS MUSS ICH ÜBER DIESE PASSAGE WISSEN?

Lest Johannes 3:1–21

 

Das Gesamtbild

Nikodemus bespricht mit Jesus manche der spannendsten Fragen Seiner und unserer Zeit: Wer ist Jesus und warum ist Er gekommen?

Im vorherigen Kapitel haben wir uns die Geschichte von Adam und Eva angeschaut und erfahren, dass eine gewisse Leere als Folge ihrer Sünde über uns gekommen ist. Davor war alles in Harmonie, jetzt herrscht Chaos und Gebrochenheit –zwischen Gott und der Menschheit, zwischen bestimmten Mitgliedern der Menschheit und anderen, zwischen der Menschheit und der Schöpfung und untereinander. Die meisten Männer und Frauen spüren die Leere, die von dieser Gebrochenheit kommt. In diesem Kapitel, werden wir die Lösung zum Problem vorstellen: Jesus.

Diese Passage aus dem Evangelium von Johannes beschreibt die Identität und das Ziel von Jesus durch ein Gespräch, welches er mit einem jüdischen Gelehrten namens Nikodemus führt. Nachdem Jesus Zeichen beziehungsweise Wunder vollbringt, kommt Nikodemus zu Jesus. Sie sprechen davon, wie man in das Königreich gelangt und warum Jesus auf die Welt gekommen ist.

 

Zusammenhang mit Messias

Durch die Geschichte sind die Juden sich wohl bewusst, dass das Problem der Sünde, welches im Garten begonnen hat, gelöst werden muss. Sie haben auf den Tag gewartet, an welchen Gott alles wieder gut machen und das Chaos in der Menschheit und in der Natur in Ordnung bringe würde. Besonders haben sie auf den Messias gewartet. Messiah bedeutet auf Hebräisch „der Gesalbte“ und bezieht sich auf den gesalbten König. Die Juden haben sich ausgemalt, dass eines Tages Gott einen neuen Messias oder König senden würde, der alle Probleme, die mit Adam und Eva begonnen haben, lösen würde.

 

Der Messias und die Pharisäer (Johannes 3:1-2)

Das Evangelium von Johannes erzählt uns, dass Nikodemus ein „Pharisäer“ war (Joh 3:1). Die Pharisäer sind eine bekannte Gruppe von Gelehrten zu der Zeit von Jesus. Sie glauben, dass der Messias jederzeit kommen kann. Ein Ereignis, das sie sehnlichst erwarten, während sie das jüdische Gesetz zur Gänze zu leben versuchen.

Im Evangelium offenhart sich Jesus zu den Juden langsam selbst als der Messias. Allerdings tun sich manche Juden - einschließlich der Pharisäer - sehr schwer, Jesus Königtum anzunehmen und hinterfragen seine Lehre. Ein Versprechen des Messias ist, dass er Zeichen oder Wunder vollbringen würde. Kurz vor dieser Passage, hat Jesus im jüdischen Tempel gelehrt. Die Gelehrten stellten Ihn infrage, indem sie fragten: „Welches Zeichen lässt du uns sehen als Beweis?“ (Joh 2:18). Dann im Johannes 2:23-25 vollbringt Jesus viele Zeichen und machen Juden glauben an Ihn.

Bei Nacht sucht Nikodemus das Gespräch mit Jesus und stellt sich als ein Pharisäer dar, der an die Zeichen glaubt, die Jesus vollbracht hat. Wir lesen, dass Nikodemus in der Nacht gekommen ist, um die Verfolgung zu meiden. Er nennt Jesus einen „Mann der von Gott gekommen ist“ (Joh 3:2). Er versucht eifrig zu erforschen, wer Jesus ist, weil Jesus Zeichen vollbracht hat (Joh 3:2, 2:23).

Das Gespräch offenbart mehr über den Charakter von Nikodemus als von Jesus. Nikodemus ist daran interessiert, was Jesus zu sagen hat, bleibt aber skeptisch. Im Kern des Gesprächs reden Jesus und Nikodemus über das Reich Gottes, worauf die Pharisäer warten. Jesus (als König) sagt zu Nikodemus ausdrücklich, wie man in das Reich Gottes gelangt: Durch Neugeburt des Geistes mittels Wasser (ein Bezug auf die Taufe).

 

Neugeburt

Nikodemus versteht allerdings nicht, was Jesus sagt. Statt seine Lehre anzunehmen, hinterfragt Nikodemus die Gültigkeit der Lehre Jesu: „Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden?“ (Joh 3:4). Er hat die Zeichen gesehen, die Jesus getan hat, doch will er nicht vollständig darauf vertrauen, was Jesus sagt. Jesus zeigt das Hauptproblem auf, dass Nikodemus durch das Fleisch oder die natürliche Welt die Welt des Geistes nicht sieht. Nikodemus vertraut nicht den Zeichen, die er gesehen hat, noch das Zeugnis, das er gehört hat (Jesus bezieht sich mit „unser Zeugnis“ in Joh 3:11 auf das Zeugnis von Jesus mit Johannes den Täufer).

 

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt

Jesus macht eine kühne Behauptung, um Glaubwürdigkeit und Autorität bei Nikodemus aufzubauen: Er ist vom Himmel abgestiegen und wird hoch erhoben werden. Jesus bezieht sich auf die Geschichte über Moses. Während des Auszuges der Israeliten aus Ägypten wurden die Menschen von Schlangen gebissen. Um diese zu heilen und ihr Leben zu retten, hat Moses eine goldene Schlange für die Menschen errichtet. Wer auch immer auf die Schlange geschaut hat, wurde geheilt. Jesus nimmt die Analogie und benützt es, um den Grund darzustellen, warum Er hier auf der Erde ist: Er wird hoch erhoben werden (auf dem Kreuz) und wer an Ihn glaubt, wird ewiges Leben empfangen.

Jesus äußert dann einen der bekanntesten Verse der Bibel: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“ (Joh 3;16) Dieser Vers ist bekannt geworden, weil er den Grund prägnant zum Ausdruck bringt, warum der Vater Jesus in die Welt gesandt hat – nicht um die Welt zu verurteilen, sondern sie zu retten. Dies ist ein revolutionärer Wendepunkt für unsere Kultur. Es gibt Menschen, die Christentum mit einer Verdammung in die Hölle assoziieren. Jesus macht hier eine Anmerkung, dass dies ganz und gar nicht Seine Absicht ist. Er ist nicht gekommen, um zu verurteilen, sondern zu retten.

 

Anwendung auf Jesus

Schlussendlich wird Jesus durch die Liebe des Vaters zu uns gesandt. Es ist Jesus, der uns rettet.

 

Warum lehnt die Welt Jesus ab?

Wenn Jesus gekommen ist, um die Welt zu retten, warum lehnt Ihn die Welt ab? Jesus gibt eine klare Antwort. Die Welt liebt die Finsternis mehr als das Licht (Joh 3:19). Sie bevorzugen irrtümlich die Verdammnis anstatt die Rettung. Sie weigern sich, ihr Leben und ihre Werke im Licht aufzudecken und so bleiben sie dort in der Finsternis (Joh 3:20). Auf subtile Weise spricht Jesus auch über die Handlung von Nikodemus in der Finsternis. Nikodemus muss sich nicht fürchten, diese ans Licht zu bringen.

Am Ende der Passage spricht Jesus über das Thema der Sünde und Gebrochenheit, welches wir im letzten Kapitel unserer Bibelstudie besprochen haben. Viele Menschen bekommen die Gelegenheit, ihre Gebrochenheit zurückzulassen. Dennoch klammert sich ein Teil von ihnen ironischerweise an dieser Gebrochenheit fest. Jesus kommt nicht nur, um uns den Freipass zu geben, sondern um uns die Gelegenheit zu geben, unser Leben von Spaltung und Konflikt in Ganzheit und Frieden zu verwandeln, sofern wir dazu bereit sind. Wir müssen aber eine Entscheidung treffen. Wir müssen unsere Anhänglichkeit zur Finsternis überwinden.

Wir werden dieses Thema später anhand der Geschichte vom Verlorenen Sohn näher untersuchen.

 

Abschließende Analyse

Das Ziel dieses Kapitel ist, ein bisschen der Geschichte und des Hintergrunds von Jesus und den Evangelien zu offenbaren. Auf gewisse Weise können die Teilnehmer deiner Bibelrunde wie Nikodemus sein. Sie haben vielleicht schon mal von Jesus gehört und nehmen die Einladung gern an, mehr über Ihn zu hören. Sie wissen, dass Er Wunder vollbracht hat und dass Er von den Toten auferstanden ist, sind aber noch skeptisch. Hoffentlich können sie durch die Fragen von Nikodemus mutig erforschen, wer Jesus ist und warum Er auf die Welt gekommen ist. Durch eine nähere Betrachtung der Botschaft von Jesus, seines Todes am Kreuz und seiner Auferstehung können sie zum vollsten Vertrauen an Jesus kommen, so wie Nikodemus es am Fuß des Kreuzes tat (Joh 19:39).

 

Anwendung auf unser Leben

Sind wir offen, die geistige Seite des Lebens zu sehen? Jesus bietet uns die Gelegenheit aus der Finsternis zum Licht zu kommen.

 

 

DISKUSSION

DISKUSSION LEITFADEN FÜR IHRE BIBELSTUDIUM

Johannes 3:1–21

 

ERÖFFNUNG

Hast du schon mal außerordentlich viel Zeit dafür verwendet, die Lösung für etwas zu finden? Vielleicht hast du einmal einen Fernsehsendung-Marathon durchgemacht, um zu wissen, was am Ende geschieht. Oder vielleicht hast du einmal ein Thema gegoogelt und hast nicht aufhören können, bis du genau das gefunden hast, was du gesucht hast.

 

HINTERGRUND

Beim letzten Kapitel haben wir die Geschichte von Adam und Eva sowie die Gebrochenheit, die durch ihre Sünde gekommen ist, untersucht. Durch die Geschichte hindurch waren die Juden sich äußerst bewusst, dass das Problem der Sünde, welches im Garten begonnen hat, gelöst gehört. Sie haben auf den Tag gewartet, wo Gott alles wiederherstellen und das Chaos in der Menschheit und in der Natur in Ordnung bringen würde. Insbesondere haben sie auf den Messias gewartet. Messiah bedeutet auf Hebräisch „der Gesalbte“ und bezieht sich auf den gesalbten König. Sie haben sich ausgemalt, dass eines Tages Gott einen neuen Messias oder König senden würde, der alle Probleme, die mit Adam und Eva begonnen haben, lösen würde. In der Passage aus dem Evangelium von Johannes wird die Identität und das Ziel von Jesus durch ein Gespräch, welches er mit einem jüdischen Gelehrten namens Nikodemus führt, beschrieben. Nachdem Jesus Zeichen beziehungsweise Wunder vollbringt, kommt Nikodemus zu Jesus. Sie sprechen davon, wie man in das Königreich gelangt und warum Jesus auf die Welt gekommen ist.

 

PASSAGE

Lest Johannes 3:1-21 zusammen.

 

ERFORSCHUNG

Johannes 3:1-2

 

1. Anhand der Verse 1 bis 2, was wissen wir über Nikodemus?

Antwort: Wir wissen, dass Nikodemus ein Pharisäer ist, der zu Jesus in der Nacht gekommen ist und glaubt, dass Jesus aufgrund der Zeichen, die Er vollbringt, ein Mann Gottes ist.

 

2. Anhand des Hintergrunds, den wir vorher über den Messias und die Zeichen gehört haben, was haben wir gelernt? Was ist so wichtig an der Tatsache, dass Jesus die Zeichen vollzogen hat?

Antwort: Die Juden haben auf einen Messias, der Zeichen vollbringt, gewartet.

 

3. Nikodemus Gespräch findet nach einem wichtigen Austausch zwischen Jesus und dem Volk in Jerusalem statt. Lest Johannes 2:13-22. Wie ist die Reaktion der Juden auf Jesus Handlungen und Seiner Lehre?

Antwort: Sie wollen wissen, welche Zeichen Er bewirken kann, um Seine Worte zu begründen.

 

4. Lest Johannes 2:23-25. Was macht Jesus nachdem Gespräch im Tempel?

Antwort: Jesus vollbringt Zeichen.

 

5. Warum glaubst du im Allgemeinen, dass die Menschen Zeichen suchen, wenn es um den Glauben an etwas geht?

Erlaube deiner Gruppe zu diskutieren.

 

6. Wie können Zeichen hilfreich sein an etwas zu glauben?

Erlaube deiner Gruppe zu diskutieren. Ein Beispiel: Zeichen liefern uns einen Beweis, um zu glauben.

 

7. Wie können Zeichen ein Hindernis im Glauben sein?

Erlaube deiner Gruppe zu diskutieren. Ein Beispiel: Wir können uns zu sehr auf Zeichen verlassen.

 

8. Warum vertraut Sich Jesus am Ende von Kapitel 2 in Johannes nicht den Menschen an, die an Ihn glauben?

Antwort: Jesus vertraut ihnen nicht.

 

9. Was sagt das über ihren Glauben aus?

Antwort: Ihr Glaube wäre nur auf Zeichen begründet.

 

Lest Johannes 3:3-12

 

10. Worüber sprechen Jesus und Nikodemus?

Antwort: Wenn Jesus der Messias-König ist, dann wird Er ein Königreich haben. Jesus sagt zu Nikodemus wie man in dieses Reich gelangen kann. Jesus sagt zu ihm, dass man durch Neugeburt des Geistes durch Wasser in das Reich gelangt. Er bezieht sich auf die Taufe.

11. Wie reagiert Nikodemus?

Antwort: Nikodemus versteht nicht, worüber Jesus spricht. Statt Ihn Fragen zu stellen, um besser zu verstehen, macht Nikodemus den Eindruck, dass er Jesus Worte hinterfragt und herausfordert.

 

12. Was hältst du davon, wie Nikodemus reagiert? Ist es nachvollziehbar?

Erlaube deiner Gruppe zu diskutieren.

 

13. Was denkt Jesus darüber, wie Nikodemus reagiert?

Jesus denkt, dass Nikodemus, der ein Gesetzeslehrer ist, ein besseres Verständnis für diese Dinge haben sollte.

 

14. Warum glaubst du, dass Jesus es so sieht?

Jesus ist sich bewusst, dass Nikodemus Zeichen und Zeugnisse gesehen hat. Diese Zeichen und Zeugnisse sollten Nikodemus helfen, die Dinge klarer zu sehen.

 

15. Glaubst du daran, dass es mehr als diese materiellere Welt gibt? Erkläre es.

Erlaube deiner Gruppe zu diskutieren.

 

16. Warum glaubst du, dass die Menschen an mehr glauben als diese materielle Welt, obwohl sie es nicht sehen? (Joh 3:13-18)

Erlaube deiner Gruppe zu diskutieren.

 

17. Was sagt Jesus darüber, wer Er ist und warum Er da ist?

Antwort: Jesus wird durch Seinen Vater aus Liebe gesandt, um die Welt nicht zu verdammen, sondern sie zu retten.

 

18. Johannes 3:16 ist einer der schönsten Verse aus der Bibel. Du findest ihn sogar aufgeschrieben auf Tafeln für Sportevents. Warum glaubst du, wird dieser Vers so oft zitiert?

Erlaube deiner Gruppe zu diskutieren. Ein mögliches Beispiel: Der Vers fasst zusammen, warum Jesus in die Welt gekommen ist.

 

19. Was sagt Jesus, warum nehmen die Menschen Ihn nicht an?

Antwort: Sie möchten die Finsternis anstatt des Lichts wählen.

 

20. Was sagt Er, warum bevorzugen die Menschen die Finsternis mehr als das Licht?

Antwort: Sie möchten nicht, dass ihre Handlungen ans Licht gebracht werden.

 

21. Was sagt dies über die Aufgabe des Menschen aus, Jesus Christus und das Christentum anzunehmen?

Antwort: Unser Glauben an Jesus schließt eine Veränderung in unserem Sein und in unseren Handlungen ein.